Nach 7 Tagen im Kindergarten kann ich sagen, dass sie mein Bild des Berufs des Erziehers geändert hat. Eigentlich dachte ich, dass es ein ziemlich einfacher Beruf ist und dass man nur ein bisschen mit den Kindern spielen muss und sonst nichts. Doch während dieser Woche habe ich bemerkt, dass es doch ganz schön anstrengend ist den ganzen Tag mit Kindern zu arbeiten. Und man ziemlich viel Geduld braucht um immer wieder alles auf die Reihe zu bekommen.
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Man braucht viel Geduld im Kindergarten
Februar 19, 2008„Halli Galli“ im Kindergarten
Februar 18, 2008Eine komplette Woche Praktikum im Kindergarten ist nun also schon wieder rum. Anfangs war ich erstaunt, wie viel die Kinder sich selbst beschäftigen müssen und ärgerte mich auch gleichzeitig ein wenig darüber, weil ich dadurch nichts zu tun hatte. Die Erzieherin der Gruppe, welcher ich für das gesamte Praktikum zugeteilt wurde, war zwar sehr nett zu mir, gab mir jedoch lediglich Aufgaben wie den Raum zu fegen, die Stühle hoch – bzw. runterzustellen, den Rollladen hoch – bzw. runterzukurbeln etc. Doch schon bald hab ich mich einfach zu den Kindern gesetzt und mich mit ihnen beschäftigt: Ein paar Runden „Halli Galli“ (bei denen man immer darauf achten musste nicht zu gewinnen), mehrmals hintereinander dasselbe Puzzle und in den letzten Tagen unzählige Bilder gemalt und schöne Muster mit Bügelperlen hergestellt. Es hat mir wirklich sehr viel Freude bereitet, mit den Kindern zusammen zu sein und ich werde schon etwas wehmütig, wenn ich daran denke, mich bereits morgen von allen verabschieden zu müssen. Allerdings ist es mir sehr schwer gefallen, mich an die ungewohnt langen Arbeitszeiten zu gewöhnen. Von 8.00 bis 16.30 Uhr mit nur anderthalb Stunden Pause, war/ist mir eindeutig zu lang.
Bedürftige Menschen bei der Bahnhofsmission
Februar 18, 2008Nach über einer Woche in der Bahnhofsmission bin ich mit meinem Sozialpraktikum zufrieden, die Mitarbeiterinnen der Bahnhofsmission sind sehr freundlich, in der freien Zeit, wenn keine Besucher in die Mission gekommen sind, durfte ich machen was ich wollte, zum Beispiel Zeitung lesen und meine Aufgaben habe ich gerne gemacht, auch wenn es nicht so viel zum Erledigen gab.
Meine Aufgaben waren: Kaffee/Tee ausgeben, Brote schmieren, Kleider sortieren, die an Bedürftige, die in die Bahnhofsmission kommen, verteilt werden, zum Roten Kreuz gebracht werden oder in den Secondhandladen der Diakonie „ALLERHAND“ an der Hauptstraße gebracht werden, wo man viele Sachen preisgünstig einkaufen kann. Weitere Aufgaben waren die Post holen, den Aufenthaltsraum ausfegen und Statistik führen, jede Person, die die Bahnhofsmission besucht oder dort anruft wird in eine Liste eingeteilt, die Liste ist in verschiedene Bereiche eingeteilt: Alter, Geschlecht, Stand in der Gesellschaft und wie man der Person geholfen hat. Manchmal habe ich auch Aufgaben am Computer erledigt, zum Beispiel einen Brief aus einer Bahnhofsmission in Rennes ins Deutsche übersetzt und Etikette für die Bahnhofsmission angefertigt. In der Zeit in der Bahnhofsmission habe ich den Umgang mit bedürftigen Menschen (Alkoholikern, Obdachlosen und psychisch kranken Menschen) gelernt, z.B. darf man nicht auf das meist sinnlose Gerede der psychisch Kranken eingehen. Die Mitarbeiter der Bahnhofsmission vermitteln auch Hilfe für Obdachlose, dass sie ein Dach über dem Kopf haben oder dass Suchtkranke und psychisch Kranke eine Behandlung bekommen, doch mich hat es erstaunt, dass viele von diesen Leuten diese Hilfe ablehnen und lieber krank bleiben und weiterhin auf der Straße leben wollen. ich habe auch erfahren, dass viele junge Leute, die Drogen- und andere Probleme haben, sich nicht helfen lassen und so keine Chance auf eine richtige Zukunft haben und das konnte ich nicht verstehn.